Wie wird man Journalist?

Viele junge Leute, die sich für aktuelle Ereignisse interessieren, gerne und viel lesen und vielleicht schon für die Schülerzeitung oder das Vereinsblatt Artikel verfasst haben, geben als Berufswunsch „Journalist“ an. Der Weg zu diesem Traumberuf ist jedoch nicht immer einfach, die Konkurrenz auf die wenigen festen Stellen groß und die Ausbildung nicht einheitlich geregelt. Generell gibt es mehrere Möglichkeiten, mit und ohne Studium in die „schreibende Zunft“ einzusteigen.

Am wichtigsten in dieser Branche ist es, möglichst früh Kontakte zu knüpfen und sich einen Namen zu machen. Wer sich beispielsweise für die Kinder- und Jugendseite, wie sie viele Regionalzeitungen anbieten, engagiert, oder Spielberichte zum Regionalsport verfasst, hat oft schon einen Fuß in der Tür, wenn es um die wenigen begehrten Volontariatsstellen geht. Schulabschluss und Noten sind hier oft gar nicht allein entscheidend, wenn der Bewerber beweisen kann, dass er flüssig zu lesende, interessante und fehlerfreie Artikel abliefert und auch ein Gespür für eine gute Story an den Tag legt.

Außerdem gibt es spezielle Schulen für angehende Journalisten, wo ebenfalls das Handwerk des Schreibens von der Pike auf vermittelt wird. In München oder in Berlin eine Journalistenschule zu besuchen öffnet viele Türen, jedoch sind die Aufnahmebedingungen oft streng und die Studiengebühren hoch. Absolventen einer namhaften Journalistenschule haben jedoch oft gute Chancen am heiß umkämpften Arbeitsmarkt, da sie Talent und Hartnäckigkeit nachweisen müssen, um Erfolg zu haben.

Viele Universitäten bieten zudem Studiengänge wie Kommunikationswissenschaften an, die zukünftige Journalisten und Redakteure hervorbringen. Hier sind jedoch ebenfalls viel Eigeninitiative und Kreativität gefragt, um möglichst früh durch Praktika und freie Mitarbeit den Einstieg ins Berufsleben zu meistern. Auch Geistes- und Sozialwissenschaftler ohne eine spezielle Journalistenausbildung sind als „Quereinsteiger“ in dieser Branche zu finden. Artikel für Fachzeitschriften, zum Beispiel aus dem Bereich Geschichte oder Psychologie werden oft von freien Mitarbeitern befasst, die diese Fächer studiert haben und jetzt ihren Lebensunterhalt mit dem Veröffentlichen von Büchern und Fachartikeln bestreiten.

Es gibt somit verschiedene Möglichkeiten, Journalist zu werden. Auch Seiteneinsteiger haben in diesem Beruf eine Chance, wenn sie qualitativ hochwertige Texte abliefern und bereit sind, sich immer wieder gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

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